Klosterjubiläum im Frankenberg

Klosterjubiläum im Frankenberg

Erinnern, Feiern, Begegnen

Das 60-jährige Bestehen des Altenheimes im Kloster Frankenberg soll am Freitag, 22. August 2025, in Goslar mit Kunstausstellung und Vorträgen festlich begangen werden.

Das mehrere Jahrhunderte alte Kloster Frankenberg beherbergt seit dem Sommer 1965 pflegebedürftige Senirinnen und Senioren, nachdem aus dem Fremdenheim ein Pflegeheim wurde. Diese 60 Jahre sollen zum Anlaß des sich Erinnern, Feiern und Begegnen genommen und wird am Freitag, 22. August 2025, in Goslar festlich begangen werden. Kunst, Musik, Vorträge und ein Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie stehen auf dem Programm, das ab 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen seinen Auftakt findet. Norbert Zimmering blickt auf die Historie des Klosters Frankenberg zurück, das als Altenheim der Christengemeinschaft am 22. Juli 1965 von Dr. Wolf-Dietrich von Kurnatowski gegründet wurde, aber schon eine jahrhundertealte Geschichte hat. Über die Besonderheiten für ein 60-jähriges Bestehen des Altenheims wird Einrichtungsleiter Tobias Müller sprechen.
Im Anschluss wird die Ausstellung „Urphänomen Farbe – 100 Jahre Rudolf Steiner Kunstimpuls“ der Künstlerin Vera Seltmann eröffnet (15 Uhr). Marc Jungermann, Pfarrer der Christengemeinschaft Braunschweig, stellt die Christengemeinschaft vor (16 Uhr). „Begleitung älterer Menschen“ ist das Thema der anthroposophischen Ärztin Dr. Claudia Menzel (16.30 Uhr). Die Kunstwerke in den Fluren des Klosters, von Bewohnern und Künstlern geschaffen, können in einem Rundgang betrachtet werden (17 Uhr).
Das Kinderprogramm mit Schminken, Hüpfburgen, Autoparcours und Streichelzoo beginnt ab 15 Uhr im Garten des Klosters. Außerdem wird im Hof des Klosters ab 17 Uhr gegrillt, es gibt Speisen und Getränke und Musik. Die wechselvolle Geschichte des Klosters Frankenberg beginnt bereits im Jahr 1234, als hier ein Konvent der büßenden Schwestern der heiligen Maria Magdalena angesiedelt wurde. Relikt alter Zeiten ist der ehemalige Schmiedeturm aus dem Jahr 1494. Im 16. Jahrhundert wandelt sich das Kloster in ein evangelisches Damenstift. Der Gründer des anthroposophischen Altenheims, Wolf-Dietrich von Kurnatowski, war von Dezember 1949 bis März 1972 Pfarrer der Christengemeinschaft in Braunschweig. Im norddeutschen Raum war die Goslarer Einrichtung lange die einzige ihrer Art, sodass es im Kloster ein reges anthroposophisches Leben gab. Die einst in Vereinsträgerschaft geführte Einrichtung wurde 2009 in eine gemeinnutzige GmbH umgewandelt. Gesellschafterinnen sind die Elly- und Antonie von Siemens-Stiftungen mit Sitz in Fröndenberg.

Malseminar „Das Wesen der Farbe“

Die Ausstellung von Vera Seltmann kann auch am darauffolgenden Wochenende im Rahmen eines Malseminars „Das Wesen der Farbe“ besucht werden. Es beginnt am Freitag, 29. August 2025, um 18.30 Uhr mit einer Führung durch die Ausstellung im Kloster Frankenberg mit Kunstbetrachtung (Vera Seltmann). Anschließend findet ein Vortrag: „Die vier Temperamente – eine medizinische Betrachtung“ (Dr. Claudia Menzel) statt. 

Am Samstag, 30. August 2025, wird von 10 bis 16 Uhr im Klostergarten gemalt, Goetheanistische Betrachtungen mit praktischen Mal-Übungen in Aquarell, Nass-in-Nass-Technik, Anfänger und Fortgeschrittene sind herzlich willkommen. Am Sonntag, 31. Auguat 2025, ab 10.30 Uhr heißt es: Goetheanismus Rudolf Steiners, Metamorphose und Urphänomen, Methoden zu Erneuerung der Kunstbetrachtung mit anschließendem Brunch und geselligem Ausklang.
Anmeldung und Information: v.seltmann@web.de